Gartentipps
Einfach zauberhaft: Die Zaubernuss
Die Zaubernuss, botanisch Hamamelis, gehört zu den frühesten Blütensträuchern im Jahr. Es sind beliebte, buschförmig wachsende Ziergehölze. Die Sträucher ähneln ein wenig unserer heimischen
Haselnuss, ist jedoch nicht mit ihr verwandt und auch nicht so starkwüchsig wie diese. Zaubernüsse wachsen langsam, sollten
möglichst einzeln stehen und auch in der Breite ausreichend Raum haben. Ältere Pflanzen lassen sich schlecht verpflanzen, deshalb empfiehlt es sich, den Standort sorgfältig auszuwählen.
Ein Schnitt ist nicht nötig, im Gegenteil. Durch Rückschnitt verlieren sie ihren typischen Wuchs.
Zaubernüsse blühen in der kalten Jahreszeit, meist zwischen Dezember und Februar und gehören damit
zu den wenigen Arten, die in den Wintermonaten blühen.
Aber auch im Herbst verzaubert eine Zaubernuss Ihren Garten, wenn sich Ihr grünes Laub in leuchtende Farben verwandelt.
Dabei verändern sich bei den gelbblühenden Sorten die Blätter zu gelb bis orange, bei den rotblühenden
Sorten mehr zu orange bis kupferrot.
Die Qual der Wahl: Chinesische oder japanische Zaubernuss?
Bei uns am stärksten verbreitet ist die Chinesische Zaubernuss, Hamamelis mollis. Sie wird bis zu 5 m hoch
und oft auch so breit. Ihre Blütenblätter sind kräftig, wohlriechend und goldgelb.
Die großen, eiförmigen Blätter der Chinesischen Zaubernuss werden im Herbst leuchtend gelb. Im Sommer
gibt der leicht glänzende Silberschimmer der Pflanze einen besonderen Reiz. Im Unterschied dazu
sind die Blätter der Japanischen Zaubernuss, der Hamamelis japonica, etwas kleiner, breiter und leuchten im Herbst in
prachtvollem Rot. Die Blüten der Japanischen Zaubernuss sind etwas feiner und zarter als die der
Chinesischen, glänzen dafür im Inneren der Blüten rötlich bis braunrot.
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