Gartentipps


Staudenrabatte: Winterzeit ist Planungszeit

Der Februar ist eine eher ruhige Gartenzeit und schon sehnsüchtig wird der Frühling erwartet. Man kann diese Zeit aber gut nutzen und Pläne für die Staudenrabatte machen. Häufig braucht es nur Kleinigkeiten, um eine langweilige Staudenpflanzung aufzupeppen. So sollten immer einige, gerne große Strukturpflanzen mit einem über viele Monate gut wirkenden Laub eingeplant werden. Herbstanemonen, Pfingstrosen, winterharte Palmlilien (Yucca filamentosa) und natürlich die große Gruppe der Gräser eignen sich hierfür bestens. Für Halbschatten und Schatten eigenen sich Hosta und Farne in vielen Grün-Schattierungen. Ebenso können auch mittelhohe Sträucher, oder attraktive Rosen diesen Part übernehmen.

Eine kleine Rückerinnerung ans vergangene Jahr schafft schnell Klarheit: Gab es Lücken? Gab es gemeinsam blühende Stauden, deren Farben nicht harmonierten, oder fehlt im Gegenteil ein schöner Kontrast? War die Höhenstaffelung der Stauden passend? Welche Stauden sollten geteilt oder sogar versetzt werden? Viele der Füllstauden breiten sich mit der Zeit stark aus. Die meisten von ihnen überaltern nach einigen Jahren, werden blühfaul und vergreisen von innen heraus. Spätestens dann sollten sie geteilt werden. Stauden werden - bis auf wenige Ausnahmen - am besten nach der Blüte geteilt, da das Wurzelwachstum dann besonders ausgeprägt ist und die Teilstücke gut anwachsen.

Anders verhält es sich jedoch mit den herbstblühenden Stauden. Diese werden besser im Frühjahr geteilt, da im Winter das Wachstum still steht. Wer Spätblüher, wie z.B. Herbstastern, Phlox, Sonnenbraut, Sonnenhut, Indianernessel und besonders die etwas empfindlichen Herbstanemonen, trotzdem spät im Jahr teilt, erlebt oft traurige Totalausfälle. Also warten bis die Fröste zu Ende gehen. Die Teilstücke sollten nicht zu groß belassen werden, zwei bis drei Augen sind besser als zehn.

Für die Gruppe der Gräser und Farne gilt gleiches. Besser im Frühling teilen und pflanzen. Diese durch ihre Struktur und Blattfärbung äußerst attraktiven und ziervollen Pflanzen werden leider noch viel zu selten eingesetzt. Dies liegt wohl nicht zuletzt an der Vielfalt und an den manchmal etwas spezielleren Standortanforderungen. Doch wer sich die Mühe macht, aus dem Angebot die passenden Sorten auszuwählen, wird mit Strukturpflanzen belohnt, die von Jahr zu Jahr schöner werden.



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Baumschule Augenweide

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