Gartentipps
Obstbäume richtig schneiden
Einmal jährlich sollten Obstbäume geschnitten bzw. ausgelichtet werden werden, um die Qualität und Quantität der Früchte zu erhalten.
Und natürlich gibt es Dinge, die man bei dem Obstbaumschnitt beachten muss.
Wann schneiden?
Obstbäume, deren Krone starken Auslichtungsbedarf haben, z.B. weil sie nur noch wenige oder kleine, schlechte Früchte tragen, können bereits im November einer Pflege
unterzogen werden. Ansonsten sollte der Schnitt von Januar bis spätestens Ende Februar erfolgen. Idealerweise an einen sonnigen, schönen Tag. Die Temperatur
sollte über -4 Grad Celsius liegen.
Richtig Schneiden
Als Faustregel gilt: Der Baum muss so geschnitten werden, dass alle Blätter Licht bekommen, bestenfalls nach oben hin eher spitz und unten ausladend.
Diese Trapezform erzielt man, in dem man vor allem im oberen Bereich der Krone mit einer scharfen Säge oder einer Baum- oder Astschere die Äste, die in das Innere der Krone
ragen, entfernt.
Beim Schnitt von älteren Ästen: Nicht einfach nur einkürzen, sondern an einem Seitentrieb auf einen jüngeren Ast hin
"ableiten". Bei älteren Ästen sollten Sie die Schere- beziehungsweise Säge dicht am Astring
mit leichter Neigung ansetzen. Keine Zapfen stehen lassen. Ein kurzer Sägeanschnitt von unten verhindert das Einreißen
am verbleibenden Teil. Bei jungen, einzukürzenden Trieben auf die richtige Scherenstellung achten: Dicht über einem Auge mit leichter
Neigung nach unten vom Auge weg.
Obacht: Damit Sie Ihrem Baum wirklich Gutes tun, statt unnötigen Schaden anzurichten verwenden Sie bitte nur fachmännisches, scharfes Werkzeug. Unsaubere Schnittstellen sind ein
Einfallstor für Krankheitserreger. Große Schnittstellen sollten deshalb auch mit Wundbalsam oder Baumharz verschlossen werden.
Kleine "Ast-Kunde"
Die Krone eines Baumes besteht aus:
- Ästen: Stärkere Holzteile; die Krone sollte drei bis vier Leitäste haben
- Zweigen: Drei bis vier Jahre alte Triebe; ungefähr daumendick
- Trieben: Einjährige und zweijährige
- Jungtriebe: Diesjährige und sich noch im Wachstum befindende Triebe
- Wasserschosse: Aufrechte, geile Triebe im schattigen Bereich der Krone
- Ständer/Reiter: Aufrechte Triebe aus den gut belichteten Kronenbereichen
- Neutrieb: Alle Triebe eines Jahres; Anzeige der Wuchskraft des Baumes
- Astring: Deutlicher Wulst an der Entstehungsstelle eines Triebes, Zweiges oder Astes
Außerdem gilt:
Der Schnitt von Obstgehölzen steigert nicht unbedingt den Gesamtertrag, sondern verhindert überreiche, für den Baum
erschöpfende Ernten. Denn überreiche Ernten gehen auf Kosten der Blütenknospen für das kommende Jahr.
Im Spätsommer und Herbst werden nämlich schon die Blütenanlagen für das nächste Jahr an jungen Trieben gebildet,
wenn sie viel Licht bekommen und waagerecht wachsen. Ohne regelmäßigen Schnitt trägt der Baum lediglich alle zwei Jahre (so genannte Alternanz).
Kirschbäume nach der Ernte schneiden
Kirschbäume werden gleich nach der Ernte geschnitten. Der Sommerschnitt hat den Vorteil, dass die Bäume im
belaubten Zustand betrachtet werden. Vor allem im oberen Kronenbereich hat es fast immer Äste,
die zu stark oder nur schwer erreichbar sind und dadurch die unteren Partien benachteiligen.
Am besten werden ganze Äste entfernt. Um eine rasche Wundheilung zu garantieren, kann ein
kleiner Zapfen von mindestens einem Zentimeter zum Stamm belassen werden. Starke, einjährige Triebe,
die senkrecht in die Höhe wachsen sollten ebenfalls entfernt werden.
Und sollte Ihnen noch der passende Obstbaum fehlen, beraten wir Sie gern. Ein schöner, leckere Früchte tragender
Baum sollte in keinem Garten fehlen!
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Wir beraten Sie gern, wenn es um den richtigen Obstbaumschnitt geht... Unser Tipp: Für alle, die auf Nummer Sicher gehen möchten, bieten die "Schlaraffenburger" sowie die örtlichen Obst- und Kleingartenvereine im Frühjahr Schnittkurse an.
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Baumschule Augenweide Bahnhofstraße 33a 63733 Goldbach
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www.baumschule-augenweide.de
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